Besser verkaufen auf Ebay-Kleinanzeigen

Als erstes Thema in diesem Blog berichte ich euch über meine Erfahrungen beim Verkauf von Baby-, Kinder- und Spielsachen. Freunde haben schon öfter gestaunt, wieviel Geld beim Weiterverkauf einnehmbar ist und, dass ich die Sachen überhaupt verkaufen kann. Für euch habe ich am Ende des Beitrages eine Porto-Übersicht und Text-Vorlagen zum downladen eingestellt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Sachen wieder loszuwerden. Oft werden sie an Freunde weiter gegeben. Klar, ihr könnt alles in den Baby-Second-Hand-Laden bringen. Die Ladeninhaber haben meist hohe Ansprüche, es verdienen Dritte mit und euer Gewinn ist sehr gering. Auch der Verkauf auf dem Baby-Basar ist natürlich eine Idee. Beide Möglichkeiten sind jedoch regional eingeschränkt und von vielen weiteren Faktoren abhängig. Drei weitere Möglichkeiten findet ihr online: ebay.de, ebay-kleinanzeigen.de und Mamikreisel.de

Einige Zeit habe ich fast nur bei Ebay Sachen versteigert. Ebay-Gebühren, das Risiko inserierte Sachen für einen Appel und ein Ei zu verkaufen und die manchmal unfairen Bewertungen haben mir den Spaß verdorben.

Mamikreisel.de habe ich ausprobiert. In diesem Portal war mir das Hin und Her zu viel. Eine Interessentin fühlte sich überrollt, als ich ihr beim Beantworten ihrer Frage auch gleich die Versand- und Zahlungsoptionen mitteilte. Das ging ihr zu schnell. Ein anderen Mal dazu vielleicht mehr.

Teil1: Das Inserat

Aktuell verkaufe ich unsere Sachen überwiegend auf Ebay-Kleinanzeigen. Hier kann ich kostenlos mit Festpreis bis zu zwölf Fotos je Artikel inserieren. Dieses Verkaufs-Portal ist flexibel und einfach nutzbar. Den Preis lege ich selber fest und ich arbeite mit Textvorlagen. Einen Artikel stelle ich innerhalb von drei Minuten online. Und das geht so:

  1. Mit meinem I-Phone fotografiere ich möglichst mehrere Artikel. Meist nehme ich ein Galerie-Bild und weitere drei bis vier Detail-Bilder auf.
  2. Am Laptop beginne ich mit dem Inserat. Hier kann ich schneller tippen und das Menü bedienen. Den Titel formuliere ich kurz und knackig mit Markennennung, Artikelart und Größenangabe. Abkürzungen wie wNeu (wie Neu), OVP (Originalverpackung) oder m für „mit“ helfen Zeichen zu sparen. Dann wähle ich die Kategorie, lege den Preis fest und formuliere eine kurze Artikelbeschreibung. Diese Artikelbeschreibung enthält immer den genauen Zustand des Artikels, die Größenangabe des Herstellers und meist auch den Neupreis. Und natürlich nenne ich Besonderheiten.
  3. Ich klicke auf Anzeige aufgeben.
  4. Nun gehe ich in meine Textvorlagen oder eine bereits online gestellte Anzeige und kopiere meinen Standardtext. Dieser enthält die Basis-Informationen zu den Themen Privatverkauf, Haftung, Rücknahme und Garantie, Zahlungs- und Versandmöglichkeiten sowie einen Hinweis zu meinen weiteren Inseraten. Diesen Text füge ich in die Artikelbeschreibung ein, speichere und schließe das Inserat.
  5. Anschließend öffne ich das Inserat übers I-Phone und lade die Bilder hoch. Bilder anpassen. Speichern. Fertig.
  6. Mit dem Standarttext im Zwischen-Speicher beginne ich ein zweites Inserat.

Da ich die Fotos auf dem I-Phone habe und Basis-Texte nutze, kann ich sehr flexibel auch unterwegs Anzeigen online stellen. Zudem nutze ich auch für die Antworten an Interessenten Textvorlagen. So schaffe ich es meist innerhalb von drei Stunden zu antworten, vermeide Fehler und vereinfache die gesamte Verkaufsabwicklung.

Meine Antwortrate liegt aktuell bei 96% und ich habe über 25 Follower. Mittlerweile habe ich auch einige Stammkunden.

Interessenten können die Sachen gern abholen kommen, wenn ich sowieso zuhause bin. Die inserierten Artikel habe ich in einer Kiste im Schrank. Sollte jemand den Artikel abholen, findet auch mein Mann die Artikel. Die genaue Anschrift sende ich erst am Tag der Abholung. Bitte: Seid niemals allein zuhause, wenn jemand vorbei kommt! Ich hatte auch schon komische Menschen vor der Tür und war froh, dass dann mein Mann da war. Es gab aber auch sehr schöne Abholtreffen. Aus meinem Brautkleid-Verkauf wurde ein lustiger Sekt-Nachmittag. Wobei die zukünftige Braut erst nach einer Stunde mitteilte, dass ihr Verlobter unten im Auto wartete.

Nutzt gern meine kostenlose Vorlage für den Anzeigentext: vorlage_anzeigentext

Teil 2: Artikelauswahl für den Verkauf auf ebay-kleinanzeigen.de

Je nach Qualität der Kleidung und Marke gibt es gerade bei Kinderkleidung Artikel, die einen hohen Weiterverkaufs-Erfolg haben. Hierzu zählen vor allem Marken wie Finkid, Mini Boden, Smafolk, Alvi, Alana, Disana, Engel, Cosilana, Steiff, Jack-O oder Petit Bateau. Weniger gut lassen sich Sachen von Coolclub, H&M oder Easting Familiy inserieren. Das ist nur ein beispielhafter Überblick. Abhängig vom Artikelzustand und der Marke können hier also noch gute Preise erzielt werden.

Kleidung, die ziemlich ausgewaschen ist, mit dem Trockner getrocknet und bereits von vier Kindern getragen wurde oder aus anderen Gründen aus der Form ist, ist für den Online-Verkauf meist nicht geeignet. Die Artikel sollten also in einem sehr guten bis mindestens guten Zustand sein und sie sollten zur Jahreszeit passen. Vor allem bei Babysachen und Premium-Artikeln hebe ich die Etiketten und Verpackungen auf. Auf das Etikett schreibe ich meist noch meinen Einkaufspreis und wie der Artikel aussieht. Später kann ich die Etiketten einfacher wieder zuordnen. Wenn ich Waschanleitungen herausschneide, hefte ich selbige auch gleich an das Preisschild. Unter anderem lässt sich Spielzeug generell besser mit Verpackung und Anleitung anbieten. Lego Duplo und Playmobil sind zu guten Preisen verkäuflich, wenn die Verpackung und alle Set-Teile vorhanden sind. Vielleicht, weil der Artikel so neuwertiger wirkt und erkennbar ist, dass er nicht schon von drei Kindern bespielt wurde. Bei Schuhen ist ein Karton immer von Vorteil – auch für den Versand. Bücher verlieren am meisten an Wert und sind schwer weiterverkäuflich. Hier sind Wieso-Weshalb-Warum- oder Was-ist-was-Bücher noch eine Ausnahme.

Ich inseriere meist zeitgleich mehrere Artikel einer Größe und Richtung. Beispielsweise mehrere Bio-Sachen, Premium-Marken, mehrere Bücher, mehrere Bodys oder mehre Sachen von Lego-Duplo etc. Ein Interessent sammelt so eher. Mit Paket-Verkäufen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Meist möchten die Interessenten von vornherein nur Teile des Paketes oder einen Preisnachlass.

Auch die Artikel an sich sind unterschiedlich begehrt.  So bekomme ich eine Finkid-Kuu-Hose mit Tragespuren sehr gut weiterverkauft, während eine fast neue Sterntaler-Strumpfhose keiner haben möchte. Getragene Unterwäsche würde ich nie anbieten. Schlafanzüge, Matratzen und Bettzeug sind schon grenzwertig und es kommt sehr darauf an, in welchem Zustand der Artikel ist. Selbst bei einem Schwangerschafts-Badeanzug hatte ich sehr dubiose Anfragen. Also etwas Vorsicht ist geboten.

Siehe auch Teil 9: „Artikelauswahl für den Flohmarkt und Baby-Basar“.

Teil 3: Artikel-Fotos für das Inserat auf ebay-kleinanzeigen.de

Fotos mache ich am gleichen Ort bei Tageslicht. Ich fotografiere den Artikel auf dem gleichen ruhigen und neutralen Hintergrund von der Vorder- und Rückseite. Wichtige Details, wie Reißverschluss oder Tasche sowie die Materialstruktur versuche ich ebenso abzubilden, wie auch das Etikett. Meist habe ich noch die Preisschilder oder Verpackungen. Auch diese fotografiere ich. Eine Besonderheit sind Schuhe: Wenn möglich nehme ich die Sohle raus und fotografiere sie mit einem angelegten Maßband. Auch fotografiere ich in Nahaufnahme die Hacken und Sohlen der Schuhe. So, wie ich sie mir selber anschauen möchte, um sie zu kaufen. Mützen setzte ich manchmal noch auf einen Puppenkopf. Gerade bezüglich der Fotos lohnt sich der Aufwand. Bilder sagen mehr als 1.000 Worte.

Teil 4: Preisgestaltung

Als Festpreis lege ich meist ein Drittel bis ein Viertel des Neupreises fest und schaue, was passiert. Natürlich prüfe ich vorher, wie andere den Artikel anbieten. Nimmt ein Interessent mehrere Artikel, reduziere ich den Gesamtpreis um maximal 10-20% oder übernehme die Portokosten.

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Teil 5: Antworten an Interessenten

Erhalte ich eine Anfrage, antworte ich möglichst umgehend. Der potentielle Käufer ist vielleicht noch online und ich möchte ja etwas verkaufen. Oft frage ich gleich nach der Anschrift. Für den Hermes-Versand ist auch eine E-Mail-Anschrift nützlich, da der Käufer so seine Sendung selbst verfolgen kann. Am höflichsten finde ich Antworten ohne Abkürzungen mit kurzen Sätzen. Jedes Komma möchte ein Punkt sein.

Schaut euch hierzu gern meine Textbeispiele Antworten an Interessenten an.

Teil 6: Die Zahlungs-Möglichkeiten Paypal und Überweisung

Wenn es auch ein bis zwei Werktage dauert, so ist ein Zalungseingang per Überweisung der sichere und kostenfreie Weg sein Geld zu erhalten. Das „normale“ Paypal für Waren- und Dienstleistungen ist gebührenpflichtig. Via Paypal-Friends ist das Geld zwar schneller da, aber der Zahlungs-Vorgang ist nicht abgesichert. Bucht der Käufer seine Zahlung zurück, so wird euer Paypal-Konto mit dem Betrag belastet.

Teil 7: Kosten für den versicherten und unversicherten Versand

Meist möchte der Käufer Versandkosten sparen. Verständlich bei einem gebrauchten Artikel, der manchmal fast günstiger als das Porto dafür ist. In einigen Fällen lohnt sich ein Versenden wirklich nicht mehr. Ich habe schon vom Kinderwagen  bis zum Laptop alles Mögliche verschickt. Einige Artikel machen wirklich keinen Spaß. Je nach Wert, Gewicht und Größe versende ich mit Hermes oder DHL. Für die Kartons, Musterklammern oder Klebeband sowie die Abwicklung berechne ich dem Käufer nichts. Das ist mir zu penibel. Meist recycele ich Produktverpackungen (Müsli-Kartons haben bspw. eine gute Größe fürs Hermes-Päckchen).

Mir ist es in den letzten vier Jahren drei Mal passiert, dass etwas beim unversicherten Versand nicht angekommen ist. Auch ist schon mal ein Hermes-Päckchen abhandengekommen und der Käufer hat den Warenwert erstattet bekommen. Bei der Anschrift machte ich schon mal Fehler oder die Frankierung ist abgegangen und die Sendung kam zu mir zurück. Bei der Menge passieren einfach auch mal Fehler. Das versuche ich gelassen zu sehen. Mittlerweile fotografiere ich die unversicherten Sendungen mit Frankierung entweder auf der Postwaage oder im Briefkasten-Schlitz. So kann ich dem Käufer und mir wenigstens ein wenig Kontrolle ermöglichen. Aufgrund meiner Erfahrungen versende ich Artikel ab einem Wert von circa 15,00 € nur noch versichert. Oft beteilige ich mich an den versicherten Versandkosten – bin ja nett 😉

Nutzt gern mein gratis Download zum Thema Versand:
kosten-fur-den-versicherten-und-unversicherten-versand

Teil 8: Wie halte ich einen Artikel ohne Gebühren aktuell?

Manche Artikel haben nach zwei drei Tagen nur wenige Beobachter, keine Merker und keine Anfragen. Je nach Artikel warte ich ein bis zwei Wochen, dann schalte ich das Inserat komplett neu. So hat es kostenfrei wieder ein aktuelles Erscheinungsdatum und erscheint bei den Standard-Suchoptionen ganz oben. Oft gehe ich dann auch etwas mit dem Preis runter oder tausche das Galerie-Bild. Dann lösche ich das ältere Inserat. Nur etwas aktualisieren bringt die Anzeige nicht nach oben – alles andere kostet etwas.

Teil 9: Artikelauswahl für den Flohmarkt und Baby-Basar

Bestimmt seid ihr auch schon auf Flohmärkten gewesen. Vielleicht habt ihr euch auch schon mal gefragt, wieso jemand solche alten und kaputten Klamotten überhaupt noch versucht zu verkaufen. Alles was alt oder nicht mehr gut aussieht, schmeiße ich in die Altkleidersammlung. Auf dem Flohmarkt verkaufe ich einmal im Jahr Artikel die entweder nicht für den Versand geeignet oder zu gering vom Preisniveau sind. Auch gibt es Sachen, die bspw. Schmutzschatten haben und ich möchte, dass sich der Käufer den Artikel vorher real anschauen kann. Da bin ich immer fair und kundenorientiert. Weitere Tipps für den Flohmarkt oder Baby-Basar verfasse ich Zeitnah in einem anderen Beitrag.

Weitere Tipps für den Flohmarkt oder Baby-Basar verfasse ich zeitnah für euch.

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Ein Gedanke zu “Besser verkaufen auf Ebay-Kleinanzeigen

  1. Was für ein toller Artikel! Ich selbst verkaufe auch sehr viel übers Internet. Kinderkleider, Spielsachen, Möbel… !uber zwei Jahre lang war ich bei Ebay. Je länger je mehr hatte ich es allerdings mit Betrügern zu tun: Warenlieferung, aber kein Geld;-( Ich bin mittlerweile zu http.//preso.ch gewechselt – leider zur Zeit nur in der Schweiz, aber die expandieren soviel ich weiss noch dieses Jahr nach Deutschland. Auf jedenfall eine prüfbare Alternative zum Ebay-Giganten.

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